Archäologie im Museum

Archäologie im Museum

Archäologie im Museum

Frühgeschichtliche Funde werden neu aufbereitet

Fantastische Raritäten an steinzeitlichen Artefakten (von Menschen hergestellten Gerätschaften), wie zum Beispiel Lanzen- und Speerspitzen aus Flintstein, steinerne Faustkeile und etliche Urnen mit Original-Leichenbrand erstaunten Ende 2020 die Archäologen Nadja Lüdemann und Felix Bernau. Sie begannen, die umfangreiche Sammlung in der Osterholzer Museumsanlage, die in Kisten und Kartons auf einem Museumsboden lagerte, zu sichten, zu reinigen und zu dokumentieren.

Nadja Lüdemann ist hauptberuflich beim Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege in Hannover tätig. Im Freundeskreis für Archäologie Niedersachsen leitet sie Workshops zum Einstieg in die Wissenschaft der Altersforschung.  Felix Bernau aus Hambergen leitet hauptberuflich eine Fachschule für Notfallmedizin und interessiert sich schon lange für die Wissenschaft der Altertumsforschung.

Die Altertumsforscher lobten die Arbeit des ehemalige Museumsleiters und Bodendenkmalpflegers Klaus-Peter Schulz, der das Museum von 1973 bis 2003 leitete und 2013 verstarb. Er hatte die Funde akribisch archiviert, beschriftet und verpackt.

In den vergangenen Monaten erhielt das Archäologen-Team Verstärkung: Zehn bis 15 interessierte Hobby-Altertumsforscher gesellten sich an Sonnabendnachmittagen dazu und unter-stützen die nützliche Aufbereitung der vorgeschichtlichen Fundstücke. 

Vom Umfang der gut erhaltenen Sammlung sind Nadja Lüdemann und Felix Bernau total beeindruckt, „sie ist unbedingt schützenswert“. Deshalb möchten beide zukünftig die Öffentlichkeit ausgiebig informieren. „Wir denken daran, die Ergebnisse unserer Arbeit ausgiebig zu publizieren“, so Nadja Lüdemann. Diverse Objekte werden in 3-D-Formaten dargestellt. Ferner seien eine Ausstellung und Aktionstage im Museum geplant. Im Oktober veranstaltete das Archäologen-Team erstmals am Museum einen Aktionstag zur „Feuersteinbearbeitung“.

Wer mehr über die Arbeit der Archäologie-Gruppe in der Museumsanlage erfahren möchte und sie unterstützen möchte,  kann sich unter Telefon 04791/13105 melden oder per E-Mail: info@vogelmuseum-museumsanlage-ohz.de

Hier finden Sie 3-D Modelle von einigen unserer Artefakte:

https://sketchfab.com/Museum_OHZ