SONDERAUSSTELLUNG
Eleonora Catharina von Pfalz-Zweibrücken
Eleonora Catharina wurde am 17. Mai 1626 im elterlichen Schloss Stegeborg geboren. Sie entstammte sowohl dem deutschen wie auch dem schwedischen Hochadel und wurde durch Heirat Landgräfin von Hessen-Eschwege. Sie verstarb am 3. März 1692 in Bremen.
Am 17. Mai 2026 jährt sich ihr Geburtstag zum 400. Mal. Aus diesem Anlass soll ihr Leben in einer umfangreichen Ausstellung in der Museumsanlage in Osterholz-Scharmbeck gezeigt werden, auf dem Gelände des ehemaligen Kloster-Vorwerks Osterholz.
Aufgewachsen ist die Nichte des legendären Schweden-Königs Gustav II. Adolf im Schloss Stegeborg, etwa 200 km südwestlich von Stockholm. Als der König 1632 in der Schlacht bei Lützen fiel, war seine Tochter und Thronfolgerin Christina erst knapp 6 Jahre alt. Für eine Zeit wurde sie zu Onkel und Tante nach Stegeborg gegeben, wo sie zusammen mit Eleonora ihre Erziehung erhielt und auf den Thron vorbereitet wurde. Als Hoffräulein ging Eleonora später zusammen mit Christina zurück nach Stockholm.
Dort lernte sie den in schwedischen Diensten stehenden Offizier Friedrich von Hessen-Eschwege kennen, mit dem sie sich im September 1646 vermählte. Für seine Verdienste erhielt er von der nunmehrigen Königin Christina die Klöster Osterholz und Lilienthal zum Geschenk.
Aus der Ehe gingen 6 Kinder hervor, von denen 3 sehr früh verstarben. Auch ihren Mann verlor Eleonora bereits 1655; so war sie mit 29 Jahren Witwe und musste für sich und 3 kleine Mädchen sorgen.
In dieser Situation konnte sie auf die Klostergüter Osterholz und Lilienthal zurückgreifen, zumal ihr Bruder Carl Gustav seit 1654 schwedischer König war und ihr die Besitzungen garantierte.
Dennoch hatte sie schwere Jahre vor sich, in denen sie mit Umsicht und Fürsorge ihre Besitzungen verwaltete. Dabei lag ihr das Schicksal ihrer Untergebenen und besonders der Hilfsbedürftigen am Herzen. Sie sorgte für Alte, Arme und Kranke, war tief im Glauben verwurzelt und mildtätig. Dadurch war sie in der Bevölkerung hoch angesehen; viele neu geborene Töchter erhielten ihren bzw. ihre Vornamen.
Als Frau des 17. Jahrhunderts hatte sie sich mit zahlreichen Widrigkeiten auseinander zu setzen. Wie sie diese gemeistert hat, macht sie auch nach so langer Zeit noch zu einer besonderen Persönlichkeit, die völlig zu Recht eine Würdigung erfahren soll.